Seeurne

Viele Menschen entscheiden sich für die Beisetzung in der Nordsee oder Ostsee. Das Meer steht sinnbildlich für Ruhe und Unendlichkeit. Auch viele Naturliebhaber wählen die Seebestattung. Die Asche darf dabei nicht lose in das Wasser geworfen werden. Für die Bestattung im Meer braucht es eine spezielle Urne. Für das Wasser benötigt es einen wasserlöslichen Aschebehälter. So gehört die Organisation einer Seeurne zu den notwendigen Aufgaben der Bestattungsart. Da immer mehr Menschen die alternative Beisetzung wählen, wird auch das Angebot der Seeurnen größer. So ist bereits heute für viele Geschmäcker das richtige Gefäß erhältlich.

Das Material: Was ist bei einer Seeurne zu beachten?

Bei der Auswahl der richtigen Seeurne sind Gewicht und Material zu berücksichtigen. Sie bestehen aus wasserlöslichen Mineralien, wie beispielsweise:

  • Salzkristallen
  • gepressten Sand
  • Zellulose

Das Material der Urne für die Seebestattung muss sich auflösen können. Nach einer bestimmten Zeit liegt dann nur mehr die Asche am Meeresboden. Diese wird durch Grundsanden abgedeckt. Neben dem Material ist auch das Gewicht von großer Bedeutung. Die Urnen müssen schwer sein, damit sie schnell sinken. Sind beide Voraussetzungen nicht erfüllt, kann das Gefäß wieder am Land stranden.

Anders als bei den Urnen für den Friedhof ist die Auswahl hier geringer. Obgleich das Angebot nicht so groß ist, gibt es dennoch einige schöne Designs. Zu den beliebtesten Modellen zählen die mit Bemalungen. Tiere oder Landschaften dienen als schöne Motive. Doch auch einfarbige Seeurnen, wie rote oder blaue, sind sehr beliebt.

Wie lange dauert das Auflösen der Urnen für die Seebestattung?

Damit die Seebestattung möglichst umweltschonend vonstatten geht, muss sich die Seeurne schnell auflösen. Nicht jede Urne zersetzt sich im gleichen Tempo. Die Zersetzungsdauer hängt von verschiedenen Punkten ab. So spielt natürlich das Material eine wichtige Rolle. In einem Experiment entdeckten Forscher, dass sich eine Seeurne aus Anhydrit gar nach 72 Stunden noch nicht auflöste. Dieses Material gilt aber trotzdem als wasserlöslich und kann für die Seebestattung verwendet werden. Urnen, die aus Salz, Sulfide oder Zellulose hergestellt sind, zersetzen sich innerhalb von 12 bis 24 Stunden auf. Neben dem Material wirkt sich auch die Strömung am Meeresgrund auf die Auflösung aus.

Ökologischer Gesichtspunkt

Dadurch, dass Asche keimfrei ist, wirkt sie sich nicht negativ auf die Meeresflora aus. Sie lagert sich am Meeresboden ab und bleibt dort liegen. Entgegen vieler Meinungen verteilt sie sich nicht im Meer. Das Material der Seeurne ist nachhaltig. Sie löst sich bereits nach Stunden auf. Somit schadet weder die Urne noch die Asche dem Meer. Der Sand, der am Meeresboden ist, deckt die Asche zu. Am Ende entsteht eine Grabstelle am Meeresboden. Im Vergleich zur Bestattung an Land verbraucht diese Form weniger Ressourcen. Hier nämlich muss kein Stück Land für eine Grabstätte verwendet werden.

[H2] Seeurne Kosten

Die Kosten einer Urne für die Seebestattung variieren stark. Dadurch, dass es diverse Modelle gibt, sind auch die Preise verschieden. Je nach Bemalung, Material und Anbieter entstehen große Preisunterschiede. Wer eine Seeurne kaufen möchte, der sollte mit einem Preis ab mindestens 50 Euro rechnen. Wer sparen möchte, der kann die günstige Variante wählen. Hierbei handelt es sich dann um einfache, meist einfarbige Seeurnen. Dadurch, dass sich die Urne auflöst, ist das Motiv nicht zwingend wichtig. Das hängt natürlich von den Wünschen der Angehörigen ab. Viele Modelle sind noch teurer. Normal kosten die Aschegefäße bis 250 Euro. Bei speziellen Modellen können sogar mehr als 500 Euro anfallen. Besonders eine handbemalte Seeurne ist preisintensiv.