Katzenbestattung

Unter der Katzenbestattung ist das Begraben oder die Kremation der toten Katze zu verstehen. Sie ist eine Untergruppierung der Tierbestattung. Dahinter steht der Wunsch vieler Katzenbesitzer, ihr verstorbenes Tier nicht einfach entsorgen zu lassen. Stattdessen wollen sie würdevoll vom langjährigen Familienmitglied Abschied nehmen.

Der Bundesverband für Tierbestatter schätzt, dass in Deutschland jedes Jahr rund 1,3 Millionen Hunde und Katzen sterben. Neben der Katzenbestattung sind die Nachfragen nach der Hundebestattung und auch nach einer Pferdebestattung besonders groß.

Nach dem Schock über den Tod stellt sich für viele Besitzer schnell die Frage, was mit der verstorbenen Katze geschehen soll. Wer einen eigenen Garten hat, möchte sie häufig dort beerdigen. Das ist aber nicht immer möglich und erlaubt. Wir zeigen in diesem Ratgeber auf, welche Möglichkeiten dir für dein Haustier zur Verfügung stehen.

Ist eine Katzenbestattung in Deutschland erlaubt?

Eine Katzenbestattung ist in Deutschland erlaubt. Es gibt sogar verschiedene Formen. Neben dem Begraben der Katze im Garten, kann man sein Haustier ebenfalls auf einem Tierfriedhof beerdigen lassen. Außerdem ist die Feuerbestattung möglich. Anschließend kann die Asche entweder verstreut oder in einer Katzenurne mit nach Hause genommen werden.

Was ist verboten?

Die tote Samtpfote darf auf keinen Fall irgendwo im Wald oder in einem Park begraben werden. Das eigenmächtige Bestatten eines Haustieres in öffentlichen Anlagen kann teuer und mit Strafen in Höhe mehrerer tausend Euro belangt werden.

Generell kannst du eine Katze im eigenen Garten begraben. Lediglich in Wasser- und Naturschutzgebieten ist dies verboten. Auch wenn das Haustier an einer meldepflichtigen Krankheit verstorben ist, darf es nicht einfach im Garten beerdigt werden.

Im Bundesland Bremen gelten besondere Vorschriften. Aufgrund des Grund­wasser­standes stellt es eine Ausnahme dar. Hier ist es verboten, sein Tier im Garten zu vergraben.

Möglichkeiten der Katzenbestattung

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Möglichkeiten der Katzenbestattung:

  • Begraben auf dem eigenen Grundstück
  • Entsorgung in einer Tierbeseitigungsanstalt
  • Einäschern im Krematorium
  • Beerdigung auf einem Tierfriedhof

Die meist gewählten Formen der Katzenbestattung sind das eigenständige Begraben und die Entsorgung über eine Tierbeseitigungsanstalt. Wenn du allerdings eine feierliche Verabschiedung wünschst, dann helfen Tierbestatter gerne. Sie kümmern sich darum, dass die Katze auf einem Friedhof begraben oder in einem Tierkrematorium eingeäschert wird.

Katze im Garten begraben

Die Katzenbestattung im eigenen Garten ist die wohl privateste Art der Verabschiedung. Wenn Katzenbesitzer das Tier im eigenen Garten beerdigen, dann sollte das Grab mindestens einen halben Meter tief und zwei bis drei Meter von einem öffentlichen Gehweg entfernt sein. Dazu empfiehlt sich, den Leichnam in einem kleinen hölzernen Sarg zu legen. Auch eine Umhüllung in einem anderen biologisch abbaubaren Material ist erlaubt.

Tierkörperbeseitigungsanstalt

Falls keine besondere Katzenbestattung gewünscht wird, kannst man die tote Katze von der Tierkörperbeseitigungsanstalt abholen lassen oder selber hinbringen. Ist die Samtpfote beim Tierarzt verstorben, kann sie auch dort gelassen werden. Er wendet sich dann direkt an die Anstalt für die Tierkörperbeseitigung.

Katze einäschern

Bei dieser Art der Katzenbestattung wird das Tier in einem Krematorium eingeäschert. Wählbar sind die Einzeleinäscherung oder eine Sammeleinäscherung. Anschließend wird die übriggebliebene Asche auf einer Streuwiese verstreut. Wenn gewünscht, kann sie auch in einem Aschegefäß zurück an die Besitzer gegeben werden. Dies ist allerdings nur nach der Einzeleinäscherung möglich. Besitzer können so die Asche Zuhause vergraben, verstreuen, in einer Katzenurne aufstellen oder die Überreste zu einem Diamanten formen lassen.

Katzenurne

Erhältlich sind schön und kunstvoll gestaltete, wie auch einfach und schlichte Katzenurnen. Diese bestehen aus diversen Materialien. Besonders künstlerisch sind Kreationen aus Glas. Eine schlichte Katzenurne besteht aus Metall, Keramik oder Holz. Dazu kann die Urne oft mit einer persönlichen Note versehen werden. Möglich ist etwa ein Airbrush-Bild oder eine Gravur mit einer Widmung oder den persönlichen Daten der Katze.

Diamant aus Katzenasche

Aus der Kremationsasche kann ein Diamant gepresst werden. Eine Diamantbestattung für die Katze ist, im Gegensatz zur menschlichen Asche, in Deutschland erlaubt.

Ein weiteres schönes Andenken entsteht durch eine Kristallbestattung. Dabei wird ein gläserner Kristall mit der Asche der Katze versehen und zu einem individuellen, unvergleichlichen Kunstwerk verarbeitet.

Katze beerdigen auf einem Tierfriedhof

Auf einem Tierfriedhof kannst du deine Katze beerdigen lassen. Diese Form der Katzenbestattung gleicht dem Ablauf der Bestattung eines Menschen auf dem Friedhof. Die Nachfrage nach solchen Grabstätten ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Inzwischen gibt es in Deutschland mehr als 120 Tierfriedhöfe. Ebenfalls kann die Asche einer Samtpfote in Bestattungswäldern mit den Überresten vom Besitzer beigesetzt werden.

Auf dem Tierfriedhof kann die Bestattung der Katze mit oder ohne Sarg erfolgen. Auch ist das Aufstellen eines Grabsteins oder gar eines Monuments möglich.

Katzensarg

Es gibt speziell für Katzen angefertigte Katzensärge. Ein Katzensarg ist in den meisten Fällen aus Holz gefertigt und in verschiedenen Ausführungen und Farben erhältlich. Ein einfacher Holzsarg ist ab 100 Euro erhältlich.

Kosten

Die Kosten der Katzenbestattung sind je nach Art sehr unterschiedlich. Die preiswerteste Form in einer Sammeleinäscherung kostet etwa zwischen 50 und 100 Euro. Die Preise einer Einzeleinäscherung befinden sich bei 100 bis 150 Euro.

Deutlich höhere Kosten fallen durch die Katzenbestattung auf dem Tierfriedhof an. Für die Beerdigung mitsamt einer Liegezeit von fünf Jahren muss mit 350 bis 500 Euro gerechnet werden.

Die exklusiven Diamantbestattung und Kristallbestattung sind noch einmal teurer. Je nach Größe des gewünschten Diamanten können die Kosten schnell einmal bis zu 2.000 Euro betragen. Die Kristallbestattung kostet in etwa 1000 Euro. Damals stellen sie die die teuersten Arten der Katzenbestattung da. Zumal in der Regel nicht die gesamte Totenasche der Katze verwendet wird.